Zum Inhalt

Burner der Turbo Steak-Grill im Eigenbau

Holzkohle oder Gas – Wie sieht der perfekte Steak-Grill aus? Handelsübliche Gas-Grills erzeugen bekanntermassen nicht genügen Hitze für kurz gebratene Rinds-Steaks. Allerdings gibt es im Gastro-Bereich schon längst Geräte die 800 Grad Celsius oder mehr mit Gas erzeugen können. Also ist es auch mit Gas möglich das perfekte Steak zu grillen. Dies sogar mit überraschend einfachen Mitteln!

Das Perfekte Steak

Das perfekte SteakEgal womit das Fleisch gebraten wird, das Ziel ist eine knusprige Kruste bei gleichzeitig möglichst rohem Kern. Das Steak muss also so schnell braten, dass der Kern des Fleisches möglichst wenig erhitzt wird. Heisst je dünner das Fleisch geschnitten ist, umso kürzer muss die Bratzeit sein. Das ist die Aufgabe des Turbo Steak-Grill – in möglichst kurzer Zeit eine gute Kruste braten.

Mit Holzkohle ist es nicht schwierig die benötigte Hitze zu erzeugen. Doch dauert das Vorheizen sehr lange. Wiederum mit Gas heizt man schneller auf, ergibt auch weniger Schmutz, doch die nötige Hitze zu erzeugen ist die Herausforderung.

Gastronomie-Geräte sind zu teuer für den Privaten Gebrauch. Während normale Gasgrills zu wenig Hitze erzeugen. Eine Alternative stellt der Beefer dar. Zwar auch recht teuer, aber noch für den Privaten Gebrauch geeignet. Nach eigenen Angaben wird eine Hitze von 800 Grad Celsius erreicht, um das perfekte Steak zu braten.

Doch das können wir auch selber herstellen. Knapp CHF 40.- für einen Gas-Heizstrahler und etwas Arbeit rings herum und schon hat man den perfekten Turbo Steak-Grill wie meinen “Burner”.

Turbo Steak-Grill Eigenbau

Ein einfacher günstiger Heizstrahler reicht um ein Steak perfekt zu grillen. Kaum zu glauben, ist aber so. Hat man solch einen Gas-Heizstrahler, fehlt nur noch eine Konstruktion rings herum, um den Steak-Grill bequem und sicher bedienen zu können. Mit etwas handwerklichem Geschick kann das problemlos selber umgesetzt werden. Der Heizstrahler selbst sollte ebenfalls bearbeitet werden. Denn wichtig ist dass man einblick hat auf die Oberfläche vom Grillgut. Daher sollte eine Seitenwand ausgeschnitten werden.

Achtung: Die meisten Heizstrahler sind laut Hersteller nicht für den Betrieb kopfüber geeignet. Anwendung auf eigene Gefahr!

Bevor ich mit dem Bau des Grills begonnen habe, erstellte ich einen Entwurf im CAD. Allerdings habe ich nur eine abstrakte Abbildung gefertigt um einige Masse zu definieren. Eine detailgetreue Darstellung wäre für den Zweck zu aufwändig gewesen.

Zugegeben meine Ausführung des Steak-Grills ist schon etwas gross geraten. Jedoch sehr bequem zu bedienen, da man auf dieser Höhe wunderbar hinein sehen kann. Auf der rechten Seite ist eine Linearführung integriert, welche über eine Handkurbel bewegt wird. Damit bewegt man den Heizstrahler hoch und runter. Erst sollte ein Motor diese Arbeit erledigen, doch dies wäre etwas zu viel Aufwand geworden. Schliesslich wollte ich ja auch mal loslegen mit grillen.

Ideen zur Weiterentwicklung

Falls später doch noch ein Motor zum Einsatz kommen sollte, dann bestimmt auch ein Arduino mit einigen Sensoren. Allerdings müssten somit ein paar Hürden gemeistert werden. Strom soll aus der Gasflasche erzeugt werden – kein Kabel. Sensoren zB. um den Abstand zum Fleisch zu messen oder um die Oberflächen-Temperatur zu messen, müssten irgendwie vor der Hitze geschützt werden.

Gas-Heizstrahler als Alternative

Bevor ich auf den Heizstrahler gekommen bin, suchte ich nach Keramik-Gasbrenner. Es ist jedoch nicht ganz einfach einen passenden Brenner zu finden. Grösse und Leistung muss natürlich passen. Meist sind diese Brenner auch recht teuer. Da kam dann die Idee mit einem günstigen Heizstrahler zu beginnen.

Steak-Grill im Einsatz

Gegrillt wird meist auf einem vorgewärmten Speckstein. Jedoch könnte auch ein Rost verwendet werden. Ca. 1.5 Minuten auf jeder Seite anbraten bei einer Fleischdicke von ca. 2.5 cm. Wer das Steak dann doch lieber medium oder durch möchte, kann das Fleisch einfach noch etwas auf dem Speckstein ziehen lassen.

Auch Fisch lässt sich wunderbar scharf anbraten. Dabei sollte der Abstand zur Flamme bzw. zur Heizfläche jedoch etwas grösser sein als bei Fleisch. Etwa 1.5 cm Abstand zur Heizfläche bei Fisch, und 0.5 – 1 cm Anstand bei Fleisch. Auch zum Karamellisieren von Desserts eignet sich der Grill bestens, dabei muss der Abstand zur Heizfläche jedoch schon so 3 cm betragen, damit nichts verbrennt.

Perfekt grillen

Man sieht es müssen einige Faktoren berücksichtigt werden. Die Art des Grillguts und seine Dicke, die Leistung des Brenners, der Abstand zum Grillgut sowie die Grill-Zeit . Alles muss auf einander abgestimmt sein, für ein perfektes Ergebnis. Wenn man den Dreh aber erstmal raus hat, grillt man auf höchstem Niveau.

Leistungsstark und sparsam

Der Steak-Grill hat nicht nur eine enorme Leistung, sondern er grillt auch wesentlich sparsamer als normale Gasgrills. Zum Vorheizen reichen knapp 5 Minuten, dann hat der Grill volle Leistung. Die Grill-Zeit Beträgt gerade mal 3 Minuten pro Steak. Dadurch wird wesentlich weniger Gas verbraucht als bei gewöhnlichen Grills.

Steakgrill Optimierungen

Nach ersten Erfahrungen sind auch gleich weitere Ideen da, den Steakgrill zu optimieren. So merkte ich zB. dass die Oberfläche des Gehäuses vom Heizstrahlers nicht geeignet ist. Die Oberfläche ist sehr porös und kann schlecht gereinigt werden. Daher wäre eine spezielle Lackierung mit Hitzebeständiger Farbe von Vorteil gewesen. Oder aber gleich ein geeigneteres Material.

Auch die Aufhängung ist noch nicht optimal. Man sollte darauf achten, dass die Hitze bzw. die Flamme in einer Richtung gut entfliehen kann. Am besten nach Vorne hin weil dort sowieso eine Öffnung gebraucht wird, um hinein zu sehen.

Inzwischen habe ich auch noch einen kleinen Schubladenstock neben der Gasflasche eingebaut. Darin lässt sich das Grill-Zubehör gut verstauen.

Bestimmt werden noch einige Optimierungen in Zukunft folgen.

Veröffentlicht inProjekte

3 Kommentare

  1. MarcoMarco

    Wahnsinn dieser Grill – Top!
    Finde das System mit dem Beweglichen Brenner besser als die Abstufungen bei den Beefer-Kopien im Netz. Die Seite mit der Führung und der Handkurbel hätte ich gerne noch genauer gesehen. Oder ist das Betriebsgeheimnis?

    • Danke Marco
      Nein ist kein Geheimnis. Du hast recht da fehlt ein Bild dazu und die Beschreibung ist auch recht knapp. Ich werde das bei Gelegenheit ergänzen.

      • MikeMike

        Hey Jenni,

        mich würde die Mechanik der Führung auch sehr interessieren. Scheint bravourös gelöst zu sein. Könntest du vllt. ein paar Fotos nachreichen?

        Gruß Mike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Neueste Beiträge

Themen: