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Raspbian Stretch wifi aktivieren und wlan einrichten

Was ist denn nun los mit Raspbian und dem Wlan? Es war doch mal so einfach einen Raspberry als Headless-System laufen zu lassen – nun aber scheint alles anders zu sein. Doch keine Panik, die Lösung ist ganz einfach.

Ein neuer Raspberry Pi 3 B+ und das neue Raspbian Stretch (2018-11-13) brachten mich ins grübeln. Wie gewohnt legte ich eine leere Datei namens “ssh” auf der Bootpartition an und bearbeitete die Datei /etc/network/interfaces, wie bereits vor längerer Zeit im Beitrag “Raspberry SSH Konfiguration – WLAN und Lan” beschrieben. Doch dieses mal wollte es nicht klappen.

Neu in Stretch ist WLan per Voreinstellung deaktiviert und die Konfiguration läuft über dhcpcd. Man kann jedoch auch schnell zu den gewohnten Einstellungen zurückkehren.

SSH aktivieren

Was die Verbindung per SSH betrifft hat sich nichts geändert. Entweder man aktiviert sie über die raspi-config oder packt vorgängig eine leere Datei mit dem Namen ssh ohne Endung in die Bootpartition.

wpa_supplicant konfigurieren

Dazu die Datei /etc/wpa_supplicant.conf/wpa_supplicant.conf bearbeiten. Darin muss mindestens die SSID und der Key für das Wlan eingetragen werden und ebenso wichtig ist der Ländercode. Erst damit wird einne Wifi-Verbindung möglich, andernfalls wird der Dienst verweigert und der Hinweis “Wi-Fi is disabled because the country is not set” beim Login angezeigt.

sudo nano /etc/wpa_supplicant.conf/wpa_supplicant.conf

ungefähr so sollte die Datei aussehen:

ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1
country=CH

network={
    ssid="NETZWERK-NAME"
    psk="PASSWORT"
}

Interface wie gewohnt konfigurieren

Ich lasse dhcpcd mal links liegen und mache meine Konfiguration wie gewohnt. Dazu die Datei /etc/network/interfaces öffnen.

sudo nano /etc/network/interfaces

Der Inhalt soll dann so ähnlich aussehen:

auto lo
iface lo inet loopback

auto eth0
iface eth0 inet dhcp
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet dhcp
   wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

In der letzten Zeile verweisen wir auf die zuvor angelegte Konfiguration für unsere WPA-Verschlüsselung. Natürlich könnte man hier auch gleich eine statische IP anlegen, doch ich lasse dies lieber meinen Rouuter machen – also über Adressreservierungen. Dennoch hier ein kurzes Beispiel:

auto lo
iface lo inet loopback

auto eth0
iface eth0 inet dhcp

allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet static
      address 10.0.0.16
      netmask 255.255.255.0
      gateway 10.0.0.1
   wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Damit wird bei einer Wlan-Verbindung die IP 10.0.0.16 verwendet. Per Lan würde immer noch eine IP via DHCP angefordert.

Interfaces aktivieren

Damit unsere Einstellungen nun auch greifen müssen wir noch folgendes tun:

sudo systemctl disable dhcpcd
sudo systemctl enable networking
sudo reboot

Also dhcpcd deaktivieren und dafür das gewohnte networking aktivieren. Neustart und Fertig!


Weiterführende Informationen im Debian-Wiki: https://wiki.debian.org/WiFi/HowToUse

Veröffentlicht inLösungen

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